Donnerstag, 7. Februar 2008

Begehrlichkeiten, deren Existenz man nie erahnte...

Ehrlich gesagt bin ich ja nicht so der Backpacker-Typ. Aus dem obligaten Kinderfreizeit-Zeltlager mußte meine Mutter mich seinerzeit nach 2 Tagen heulend wieder abholen und das letzte Mal an griechischen Stränden wild gecampt hab ich vor 13 Jahren, und auch das nur mit bedingtem Genuß. Entsprechend sieht meine Versorgungslage im Bereich Survival aus. Zum Geburtstag wurde ich somit von Freundinnen vorsorglich mit einem Gutschein für das Berliner Globetrotter-Paradies ausgestattet. Und was als Kurzbesuch mit strengem Budgetrahmen geplant war, artete zu einem 5-Nachmittage-Aufenthalt mit Budgetexplosion aus, an dessen Ende mich nicht nur der Sicherheitsmann mit einem personalisierten Nicken begrüßte, sondern ich auch mit sämtlichen Abteilungsbetreuern auf Du und Du stand und ein Erfahrungsberichtsbesuch nach meiner Rückkehr mittlerweile fest erwartet wird...

Hier einige der Wunderdinge, die ich dort erstanden habe:

Klar, juter Rucksack muß sein. Und da hat sich in den vergangenen 13 Jahren zugegebenermaßen ganz schön was getan qua Hightech. Und nachdem ich dann geschnallt hatte, wie man das Ding fachgerecht auf dem Rücken positioniert (nachdem man an 4 Stellen festgezogen, dann wieder an zweien gelockert und wiederum zwei anderen feinjustiert hat), war die nächtlich-verschämte Probewanderung mit einer Ladung Kindler-Lexika auf dem Rücken im Friedrichshainer Volxpark eine wahre Wonne.



Hahaa - und was kann das wohl sein????
Es handelt sich hier um einen miniminikleinen, zusammenquetschbaren Pyjama aus ägyptischer Baumwolle. Unabdingbar:)



Sieht so ähnlich aus, ist aber ein Handtuch. Und zwar ein rieeesiges. Mindestens 2x3m:)
Super-klein, super-saugstark, super-schnelltrocknend, super-weich, super-...



Klar, Schuhe. Aber natürlich nicht irgendwelche Schuhe. Das sind DIE Schuhe, die man braucht, um sowohl sommers wie winters Hitze und Kälte, Geröll und Gletscher, Steinschlag und alle anderen Unbillen des Lebens trotzend dieses zu durchqueren. Nach ca. 20 Min. schließt sich die Schaumstoffschicht um die zarten Fesseln des/der TrägerIn und gewährleistet so maximalen Halt. Da aus Leder natürlich auch maximal atmungsaktiv. Und durch die ergonomisch angepaßten Sohlen können Höchstgeschwindigkeiten erreicht werden. Und....



Von außen sieht dieses gute Stück aus wie eine Jacke. Weit gefehlt. Es handelt sich hier sowohl um eine zweite als auch eine dritte Haut. Die zweite Haut ist eine Fließjacke, die nach Bedarf ein und ausgebaut werden kann. Die dritte Haut trotzt jeglicher Naturgewalt sozusagen spielerisch zart anmutend. Da können Orkane wüten, Blitze niedergehen, Lawinen rutschen - man wird zumindest warm sterben in diesem Teil. Wassersäule 5000, sag ich nur.



Brauche ich einen Schlafsack? Und wenn ja, wie oft und zu welchen Anlässen und resistent gegen welche Temperaturen? Nun, die mich unterbringende Familie wird ja sicher Bettzeug für mich haben und wer weiß, wie und wo und unter welchen Umständen ich meine beiden Reisemonate verbringen werde. Und so ein Rucksack hat ja auch ein ziemlich begrenztes Fassungsvermögen, welches durch einen nur vermeintlich notwendigen Schlafsack ziemlich dezimiert würde. Also - vor allem auf Anjas mittlerweile travelerfahrenen Rat hin - hab ich mir lediglich ein Schlafsack-Inlay gekauft. Untra-leicht, ultra-zart, ultra-gemütlich - always-ultra sozusagen:)



Sicherheitsverwahrungstaschen für um den Bauch und um die Wade. Da können Sie kommen, die Diebe. Für um den Hals hab ich auch noch eins und eins für den Rücken und die Socken und den BH und ...



Und zu guter Letzt (is natürlich nicht wirklich zuletzt, aber den Rest erspar ich euch jetzt) eine Frauen-Allein-Reise-Alarmvorrichtung, die hoffentlich mittels hochlautüberfrequentiellem Alarmsignal jeden Angreifer, nachdem ich den Nippel aus der Lasche gerissen habe, in die Flucht schlagen wird.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Mei, da könnse kommen, die Diebe. Und wenn man noch die Gastgeschenke von der BASF dazuzählt, kannste Dir womöglich die Sicherheitsverwahrung im BH sparen, dafür vielleicht gleich den OB... machen ja auch Drogenkuriere und so. Aber die Schuhe mit diesem Schaumstoff, der Dich gleichsam einbetoniert - spitze. Brauch' ich auch, für Berlin!