Mittwoch, 16. Juli 2008

Arzt- und Apothekenbesuch

In Peru geht man kaum zum Arzt, weil sich das kein Mensch leisten kann. Daher herrscht in den meisten Apotheken (v.a. bei Inka-Pharma...) immer ziemlicher Hochbetrieb. An dem einen Counter stehen dann ein paar mehr oder minder ausgebildete Pharmazeuten, die sich die Klagen der Leute anhoeren, Ausschlaege betrachten und geschaeftig in die Tasten hauen. Die Anzahl der verschriebenen Tabletten ist dann gerne geldbeutelabhaengig und es werden selten ganze Blister oder Verpackungen, sondern nur einzelne Pillen aufgeschrieben, die dann entsprechend ausgeschniten werden. So kommt es vor, dass man, wie in meinem Fall, bei Halsschmerzen mit drei Tabletten Antibiotika nach Hause geschickt wird. Und von einem Beipackzettel kann man nur traeumen...
Mit dem entsprechenden Rezept und der Anwendungsbeschreibung geht man dann zur Kasse und mit der Zahlungsbestaetigung zum Ausgabeschalter. Auf diese Art und Weise werden dann auch gleich dreimal mehr Arbeitsplaetze als noetig geschaffen:)

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Was in Deutschland aber wirklich auffällt, ist, daß die Ausstattung der Apotheke sich grundsätzlich von der anderer Länder unterscheidet - es gibt scheinbar mehr Hautpflegeprodukte als Medikamente (in der Auslage), dafür selten die notwendigen Kleinigkeiten für den täglichen Gebrauch, wie Damenhygieneprodukte, zum Beispiel. Als ich mal danach gefragt hab, hat mich die Apothekerin doch glatt kopfschüttelnd ausgelacht. Was gibt es denn in den peruanischen Apothekten für Sonderlichkeiten zu kaufen?
LG,
Karo