gibts kaum. Dafuer herrscht die Praxis vor, dass die Namen der fuer sich als kommende Buergermeister, Praesidenten oder was auch immer werbenden Kandidaten Hauseigentuemer dafuer bezahlen, ihre Namen grossflaechig auf deren Haeuserwaende zu malen. AA meinte, dass sie sich gleichzeitig dazu verpflichten, diese nach den entsprechenden Wahlen wieder zu entfernen, aber diese Abmachung scheint nach den Wahlen offenbar vergessen. So wird eine unerhoerte Vielzahl von Haeusern verunziert durch diese monstroesen Namenszuege, was aber das aesthetische Empfinden keineswegs zu stoeren scheint. Haeuser sind mehr "Gebrauchsgegenstaende" als alles andere. Sie werden auch weniger fuer die Ewigkeit gebaut als bei uns, was Materialien (auf dem Land werden meist noch die vor Ort gefertigten Adobes(Lehmziegel; adobar = vergipsen) zum Bau verwendet) und Konstruktionsweise betrifft. Oft trifft man daher auch auf verlassene Haeuser(ruinen), deren Besitzer von dannen gezogen sind. Vermutlich handelte es sich beim Baugrund sowieso um Invasionsland, d.h. Land, welches dem Staat gehoert und besetzt wurde. In einigen Faellen fuehren solche grossflaechigen Invasionen dazu, dass nach einigen Jahren der Besitz des Landes offiziell auf die Besatzer uebergeht, die derart einen neuen Ort oder Stadtteil gegruendet haben.
Samstag, 31. Mai 2008
Politische Werbeplakate
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2 Kommentare:
Liebe Angela,
was sind denn Häuser sonst, wenn keine Gebrauchsgegenstände? Vor allem, wenn man über sehr begrenzte finanzielle Mittel verfügt? Mal im ernst, sind die Verhältnisse in Peru wirklich so schlimm, die Leute so furchtbar? Ich verfolge ja immer sehr aufmerksam und neugierig Deinen Blog, jedoch kommt in der letzten Zeit der Eindruck auf, die Peruaner wären ein unzivilisiertes Volk, das weder Tierschutz, Arbeitsrecht, Moral gegenüber anderen Menschen und Recht und Ordnung kennt. Immerhin hast Du dort, so lese ich ja heraus, überaus liebenswerte und nette Menschen getroffen. Ich bin nicht dort, ich kann Deine Eindrücke nicht relativieren, jedoch sagt mir mein Bauchgefühl, daß man die dortigen Lebensumstände nicht mit einem vermeintlichen Soll-Zustand vergleichen sollte, der in Deutschland herrscht. Das als Comment von mir, die sich in frühen Jahren allzuoft rechtfertigen musste, warum ich gerne polnische Kuddel-Suppe esse ("is doch eklig, das kriegen bei uns nicht mal die schweine"), gewisse Dinge auf eine andere Art tue und für mich nichts dabei ist, wenn ich irgendwo zu einer Verabredung 15 Minuten später komme, als exakt verabredet war. Das sind doch einfach Unterschiede im Denken, in der Erziehung, im Geschmack - und sollten gar nicht in "richtig" oder "falsch" gemünzt werden. Man sollte sich eben arrangieren. Ich weiß, daß Du auch nur Auszüge aus Deinem Leben in Peru schreibst, jedoch hat es mich zuletzt sehr geschmerzt, so manches Urteil Deinerseits zu lesen - vielleicht lässt Du aber auch nur so vieles weg, daß eben dieser Eindruck bei mir fälschlicherweise entstanden ist. Ich hoffe, aus Deinen persönlichen Erzählungen bald ein umfassenderes Bild von Peru erhalten zu können und grüße Dich ganz herzlich,
Karo
(Da steht ja immer noch die Frage offen: Wann kommst Du jetzt eigentlich wieder?)
hmmm... jetzt will ich natürlich nicht, daß Du das falsch verstehst, weil ich ja weiß, daß wir da durchaus Meinungsverschiedenheiten hatten und ich Dich damit auch leicht auf die Palme bringen kann;-) Will eigentlich nur sagen: Ich würde so gerne mal etwas lesen, das zeigt, wie schön Du es dort findest. Denn die Ausführungen sind tatsächlich spannend zu lesen, gerade wenn sich Deine Schilderungen und Fotos von dem, was man hierzulande antrifft, unterscheiden.
Liebe Grüße
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