Ich schon. Ich werde jetzt mal vom Wetter sprechen, und zwar ausfuehrlich. Niemals dachte ich, dass das Wetter fuer mich einen veritablen Gespraechsgegenstand darstellen wurde. Tut es mittlerweile aber, und zwar als integraler Bestandteil jedes small oder big talks. Und waehrend eines Gespraechs dann auch gerne mehrfach. Wenn ich jemals das Wort "Sommer" oder gar "Hochsommer" in den Blog genommen habe, so nehme ich dieses hiermit hochoffiziell zurueck. Denn was fuer Lima gilt, gilt noch lange nicht fuer den Rest des Landes. In Lima ist tatsaechlich noch bis Ende dieses Monats eine heisse Zeit angesagt (wieso bin ich nicht wenigstens die ersten Tage in Lima geblieben??), aber 3.250 Meter hoeher ticken die Uhren anders. Die Angelegenheit hier als Regenzeit zu bezeichnen wuerde zwar vielleicht ein wenig zu weit gehen, aber doch fuehlt es sich so an. Wie aus dem Nichts stuerzt ploetzlich tonnenweise Wasser vom Himmel und sorgt so dafuer, dass ich die daemlichen Halsschmerzen, die ich mir vor mittlerweile einer Woche beim Waschen eingefangen habe, wohl nie mehr loswerden werde (hab allerdings gestern in der Apotheke ein bisschen Antibiotika gekauft. Schon praktisch, wenn man fuer nuescht zum Arzt und alles dank Eigendiagnose und mit Fixberatung durch die Apothekenhilfskraft verkauft und bisher auch in den Griff bekommt...)
Ich freue mich ja wirklich fuer die Campesinos, aber langsam ist es echt mal gut. Zwischendurch gibts zwar auch Sonnenperioden, aber ich hab den Eindruck, die werden irgendwie andauernd kuerzer. Und wenn die Sonne wie meist nicht scheint und kein Regen faellt, isses halt bewoelkt. Und kalt. So ganz grundsaetzlich ist es in Deutschland ja nicht anders, der feine Unterschied besteht hierzulande nun allerdings darin, dass es NIRGENDWO Heizungen gibt. (Ganz zu schweigen von heissem Wasser, welches ich in der letzten Zeit nur im auf dem Herd gewaermten Waschbottich oder im Teeglas vorgefunden habe). Weder in den Haeusern noch in den Restaurants. So kommt es also vor, dass ich, wie gestern geschehen, in einem Restaurant meine Pizza dick eingemummelt verspeise.
Grundsaetzlich teilt das Land sich ja in drei Lebens- und Wetterzonen:
- La Sierra (wo ich mich gerade aufhalte und wo angeblich ab April der Regen aufhoert. Um dann heissen Tagen und klirrend kalten Naechten Platz zu machen)
- La Costa (da isses wohl immer trocken, aber aufgrund des Humboldtstroms, den ich hier nicht unerwaehnt lassen wollte, sind Luft- und Wassertemperaturen trotzdem kaelter als in vergleichbaren Breitengraden; und wenn El Nino vorbeikommt, is nochmal alles wieder anders)
- La Selva (das Amazonastiefland, in dem waehrend des ganzen Jahres hohe Temperaturen herrschen; vielleicht sollte ich meine Reise doch eher im Norden als im Sueden fortsetzen...)
So, und nun seid ihr erloest von meinen Wetterweisheiten!
Montag, 3. März 2008
Peruanische Wetterlage
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2 Kommentare:
soso- wetter kann also doch interessant sein...hier war gestern sturm- sogar die fensterscheibe im hinteren zimmer wurde vom winde verweht...und im radio haben sie "graupelgewitter" vorausgesagt- fand ich irgendwie spannend- leider vergeblichst drauf gewartet...
nieder mit dem frieren!
Das bedeutet wohl für mich, dass ich dicke Socken einpacke. Mir morgen die beste Regenjacke kaufen werde die ich kriegen kann und hier noch jeden Tag mind. fünf mal heiß dusche, bevor ich mich dann am 29. auf den Weg in das Land Deiner langjährigen Träume mache. Na, wie gut, dass Du diese Weisheit erst nach meiner Flugbuchung von Dir gegeben hast ;). Freu mich trotzdem
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